LB 3 Jordanien

In Jordanien ist es seit Anfang 2011 wiederholt zu Demonstrationen gekommen. Anlass war auch hier der Unmut von Teilen der Bevölkerung über die sozio-ökonomische Lage des Landes. König Abdullah II. hat schnell reagiert und Schritte zur Beruhigung der Lage eingeleitet. Ungeachtet dessen kam es im November 2011 neuerlich zu Protesten, denen der König ein weiteres Mal durch die Einsetzung einer neuen Regierung zu begegnen suchte. Ob die bisherigen Reaktionen des Königshauses auf den Unmut in der Bevölkerung ausreichen können, die Lage dauerhaft zu befrieden, bleibt fraglich.

Zumindest in absehbarer Zeit ist nicht mit grundlegenden gesellschaftlichen Umwälzungen zu rechnen, die auch den Versuch des Ausgleichs zwischen den Religionsgemeinschaften in Frage stellen könnten. Maßgeblichen Anteil hat daran sicher auch das haschemitische Herrscherhaus, das immer um Ausgleich zwischen den Religionen bemüht war. Prinz Hassan bin Talal, der Onkel des gegenwärtigen Königs Abdullah II., ist ein bekannter und allseits geachteter Förderer des interreligiösen Dialogs.

missio wird auch künftig die Entwicklung der Religionsfreiheit in Jordanien aufmerksam verfolgen und Initiativen unterstützen, die das Zusammenleben der verschiedenen Religionen fördern. (2012)

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Artikel-Nr. 0600503
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