LB 15 Religionsfreiheit: Kambodscha

Länderbericht 15

Kambodscha ist in der letzten Zeit nicht gerade häufig Gegenstand der internationalen Berichterstattung der verschiedenen Massenmedien gewesen. Das war in der Vergangenheit anders, als in den Jahren 1975-1978 die Roten Khmer unter der Führung von Pol Pot ihr Experiment einer vollständigen Umwandlung der bis dahin in Kambodscha bestehenden Gesellschaftsordnung unternahmen. Dieses mit unvorstellbarer Gewalt gegen die Bevölkerung des Landes verbundene Projekt, in dem die Menschen aus den Städten vertrieben, auf dem Land mit Zwangsarbeit ihr Leben führen sollten, endete mit dem Tod von 1,7 Millionen Menschen, einem Fünftel der gesamten Bevölkerung.

Zum Programm der Roten Khmer gehörte auch die Zerstörung jeglichen religiösen Lebens. Alle buddhistischen Klöster wurden zerstört oder geschlossen, Tausende Mönche und Nonnen wurden durch physische Gewalt oder durch Zwangsarbeit getötet. Auch die kleine katholische Kirche des Landes wurde während dieser Zeit in ihrem Bestand erschüttert.

Nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Roten Khmer hat Kambodscha mit internationaler Unterstützung einen Neuanfang gemacht. Auch die katholische Kirche erlebte einen Neubeginn.

Aber bis heute leidet das Land an den traumatischen Erfahrungen der Schreckensherrschaft der Roten Khmer. Die katholische Kirche in Kambodscha versteht die Arbeit an der Versöhnung und Heilung der belastenden Erinnerung als eine wichtige Aufgabe. missio unterstützt die Katholiken Kambodschas in diesem Bemühen und in der Entwicklung des kirchlichen Lebens durch Ausbildungsförderungs-Programme und andere Projekte.

Das Heft steht hier als Download bereit.

Fachstelle Menschenrechte,
Dr. Christoph Marcinkowski
Länderberichte Religionsfreiheit,
Heft 15, Kambodscha, Aachen 2013
22 Seiten, DIN A5, geheftet.
Autor: Dr. Georg Evers

Artikel-Nr. 0600523
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