LB 36 Religionsfreiheit: Indien

In diesem Jahr feiert Indien den 70. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. In diesen sieben Jahrzehnten hat die Indische Union demokratische Strukturen aufgebaut, die bis heute funktionieren. Trotz mancher Krisen und Kriege mit dem Nachbarstaat Pakistan kann Indien sich zu Recht rühmen, die größte Demokratie der Welt zu sein. Ebenfalls bemerkenswert ist, dass der Vielvölkerstaat Indien, in dem neben der Mehrheitsreligion des Hinduismus eine Vielzahl anderer Religionen präsent ist, am Prinzip des säkularen Staates festgehalten hat, der in seiner Verfassung allen seinen Bürgern Religionsfreiheit gewährt.

Getrübt wird dieses positive Bild der indischen Gesellschaft seit einigen Jahren durch die Bestrebungen radikaler hinduistischer Gruppierungen, die Indien zu einem ausschließlich hinduistischen Staat transformieren wollen. Nach diesen Vorstellungen, Hindutva-Ideologie genannt, soll in Indien nur derjenige
ein vollwertiger Bürger sein können, der sich zum Hinduismus bekennt. Islam und Christentum werden als ausländische Religionen betrachtet, ihren Anhängern wird vorgeworfen, die Inder durch oft zweifelhafte Bekehrungen von ihrer ursprünglichen Religion, dem Hinduismus, entfremdet zu haben.

Seit Jahrzehnten versteht sich missio als Anwalt der Christen in Indien. Dabei unterstützt missio die Bemühungen der indischen Kirche, sich als eine seit Jahrhunderten in Indien beheimatete Religionsgemeinschaft zu zeigen. Mit der Publikation dieses Berichts möchte missio auf die Lage der Religionsfreiheit in Indien aufmerksam machen und für die Unterstützung unserer Arbeit zum Schutz christlicher und anderer Minderheiten im Land werben.

Autor: Dr. Georg Evers,
Religionsfreiheit: Indien
24 Seiten, DIN A5, geheftet.
Länderberichte Religionsfreiheit,
Heft 36, Aachen 2017 (2., aktualisierte Auflage)

Hier steht das Heft als Download bereit.

Artikel-Nr. 0600544
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