LB 40 Kuba

Im Dezember 2014 hatte der damalige US-Präsident Barack Obama die amerikanische Kuba-Politik neu ausgerichtet und nach mehr als 50 Jahren Eiszeit zwischen Amerika und Kuba eine Wiederannäherung angekündigt. Seit Donald Trump Präsident ist, verschlechtern sich die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern, Reisevorschriften wurden verschärft, die wirtschaftliche Zusammenarbeit eingeschränkt. Der US-Präsident begründete die Veränderungen unter anderem damit, dass die unter seinem Vorgänger Barack Obama begonnene Lockerung nicht zu mehr politischen Freiheiten auf Kuba geführt hätten.

Tatsächlich ist die Menschenrechtslage im Land angespannt. Kritiker des Regimes werden nach wie vor massiv unter Druck gesetzt. Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit hängen dabei eng zusammen. Die katholische Kirche besitzt durchaus Freiraum für politische, kulturelle und gesellschaftliche Meinungsäußerung und soziales Engagement. Wird jedoch das bestehende System hinterfragt, sind diesen Freiheiten enge Grenzen gesetzt.

Der vorliegende Länderbericht zeigt die geschichtliche Entwicklung und die aktuelle Lage der Religionsfreiheit in Kuba auf und nimmt insbesondere bestehende Spielräume und Einschränkungen für die katholische Kirche kritisch in den Blick.

missio und Adveniat werden aufmerksam die Veränderungen beobachten, die mit der Neuformulierung der Verfassung durch das Parlament im Juli 2018 verbunden sind. Zu den Änderungsvorschlägen gehört unter anderem die Anerkennung privaten Eigentums und privater Kleinunternehmer. Das Ziel einer kommunistischen Gesellschaft ist im neuen Entwurf nicht mehr enthalten, wohl aber der Aufbau des Sozialismus. Welche Zukunftsentwürfe sich dadurch eröffnen, bleibt abzuwarten. (2018)

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