MR 49: Sit.d. Flüchtlinge aus West-Papua

Menschenrechte 49:
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Bedingt durch die Übernahme West-Papuas durch Indonesien im Jahr 1963 leben in Papua-Neuguinea etwa 20.000 Asylsuchende aus West-Papua. Ziel der politischen Annexion und militärischen Besetzung der halben Insel war die Ausbeutung der Bodenschätze (Holz, Gold, Kupfer, Erdöl usw.) – zum Nutzen der riesigen indonesischen Bevölkerung, jedoch auf Kosten der melanesischen Ureinwohner, deren Land konfisziert und verstaatlicht wurde. Die Mehrheit der Bevölkerung West-Papuas lehnte die Übernahme ab. Als Reaktion auf sie entstand die militante Bewegung Operasi Papua Merdeka (Bewegung für ein unabhängiges Papua), deren Mitglieder Anschläge auf militärische Ziele verübten.
Weil die indonesische Armee – insbesondere 1984 – mit aller Härte zurückschlug, trieb es viele West-Papuaner über die Grenze nach Papua-Neuguinea. Wie so oft waren es zumeist Frauen und Kinder, die Asyl im Nachbarland suchten. Papua-Neuguinea empfing sie nicht mit offenen Armen. Sie wurden nicht als Flüchtlinge anerkannt und mussten viele Jahre in provisorischen Camps ohne Schulen und gesundheitliche Versorgung leben. Seit 1999 hat sich ihre Situation etwas verbessert, aber die große Mehrheit der Flüchtlinge aus West-Papua ist nach wie vor staatenlos, ohne Land und Wahlrecht und genießt nur in geringem Maße Zugang zu staatlichen Leistungen und Arbeit.

Otmar Oehring (Hg.), 2012
48 Seiten, DIN A5, geheftet.

Autor: Franco Zocca

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Artikel-Nr. 0600324
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